Kompetenzcenter Ingenieurvermessung
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Hafenbau & Küstenschutz » Überblick » Synergien
 Kombiniert man die Ergebnisse aus den beiden Fachbereichen, so ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, weit aussagekräftigere Resultate zu erzeugen. Dieses sei an einigen Beispielen angedeutet.
Beispiel 1: Sicherungsmessung an einer Kaimauer.
Genaue landseitige dreidimensionale Vermessung der Kaimauerplatte, Ausweichung der Kaimauer (Alignement) und ggf. Ablotung der Kaimauer. Hydrographische Vermessung direkt vor der Kaimauer, um ggf. Übertiefen und Kolke feststellen zu können; Erzeugung eines Gesamtprofiles Land – Kaimauer – Gewässersohle) zum Zwecke der Beurteilung der Standfestigkeit der Kaimauer
Beispiel 2: Küstenschutz
Im Küstenschutz ist es erforderlich, den Übergang Land – Wasser in einem Modell zu verstehen. Dazu ist es erforderlich die Daten der Landvermessung (z.B. flächenhafte tachymetrische Aufnahmen, aber auch photogrammetrische bzw. Laserscan – Verfahren) mit flächenhaften hydrographischen Messergebnissen zusammenzuspielen. Aus diesem überspannenden Modell in Form eines DGM (Digitales Gelände Modell) lassen sich weitere Produkte ableiten. So z.B. durchgehende Profilschnitte und Volumenbetrachtungen zwecks Beurteilung der Veränderungsprozesse im Küstenbereich.
In Verbindung mit weiteren Informationen (z.B. meteorologische Messergebnisse) lassen sich dann weitere Modelle (hydrologische Modelle) zur Bemessung des Hochwasserschutzes erzeugen.
Für die Belange des Küstenschutzes sind diese Untersuchungen notwendig, um daraus abzuleiten, welche Ausprägung (Form und Höhe) der Hochwasserschutz speziell auch im Falle von Sturmfluten und Hochwasser haben muss. Auf der Basis solcher Untersuchungen wird z.B. der jeweilige Bemessungswasserstand für die Hochwasserschutzanlagen ermittelt oder aber Küstenschutzmaßnahmen wie z.B. Sandvorspülungen abgeleitet.
Beispiel 3: Beweissicherungsmessungen
Beweissicherungsmessungen im Rahmen von z.B. Vertiefungsmaßnahmen der Hafenzufahrten und/oder Flüsse sind unerlässlich, um deren Einwirkung auf die Entwicklung der Gewässersohle und die Uferbereiche über einen definierten Zeitraum vom Urzustand bis zum Ende des Untersuchungszeitraumes incl. definierter Zwischenuntersuchungszeiträume erfassen zu können.
Die wesentliche Basisinformation liefert dabei im Zusammenspiel die Ingenieurvermessung und die Hydrographie. Durch eine Bestandsaufnahme zum Anfang, weiterer Zwischenaufnahmen und der Endaufnahme am Schluss des Projektes lassen sich die Veränderungen georeferenziert dokumentieren. (z.B. Veränderung der Geomorphologie (Veränderung der Gewässersohle und Ufer) und die Veränderung der naturschutzrelevanten Parameter (z.B. Veränderung in der Pflanzen- und Tierwelt und deren Ausdehnung).
In Verbindung mit weiteren Informationen (z.B. meteorologische, hydrologische Messergebnisse, Erfassung chemischer Parameter etc.) lassen sich dann weitere Aussagen ableiten, welche Auswirkungen dieser Eingriff letztendlich hatte und in wie weit diese z.B. mit den prognostizierten Veränderungen aus Modellen übereinstimmen. Diese Vorgehensweise hilft dann auch, die Prognosemodelle weiter zu verfeinern und zu verbessern!
Beispiel 4: Bau von Tunnelquerungen unter Wasser
Werden Tunnel geplant und gebaut, ist die Ingenieurvermessung wie auch die Hydrographie gefordert. Für eine durchgehende Planung ist die örtliche Situation eindeutig nach Lage und Höhe zu bestimmen. Erst dann kann mit der Konzeptionierung und Planung eines solchen Bauwerkes begonnen werden. Während der Bauphase ist es dann erforderlich baubegleitend Messungen land- und wasserseitig auszuführen, um den Baufortschritt zu gewährleisten, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Abschließend erfolgt das Schlussaufmass und Übergabe des Bauwerkes.
Danach wird während der Nutzungsphase das Bauwerk vermessungstechnisch und hydrographisch überwacht. Dieses gilt dem Grunde nach für alle Bauwerke, ob an Land und/oder im Wasser! – Stichworte "Bauwerkskontrolle" und "Facility Management“
Beispiel 5: Modellberechnungen (DGMs) mit Daten aus dem Bereich Land und Wasser
Erzeugung dreidimensionaler Darstellungen aus DGM Berechnungen zur besseren Beurteilung der örtlichen Situation. (ein Bild sagt mehr als 1000 Worte)

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