Ergebnisse und Potential Nach der Registrierung liegen aller Scanneraufnahmen in einem gemeinsamen Koordinatensystem vor (vgl. Abb. 7 und 8). Alle geometrischen Operationen wie Strecken, Flächen- und Volumenberechnungen können für das gesamte Bauwerk direkt in der Punktwolke ausgeführt werden. Lokale Änderungen am Objekt lassen sich durch einzelne Laserscannermessungen unmittelbar und ohne großen Zeitaufwand in das Gesamtprojekt integrieren. Des Weiteren können die erfassten Daten direkt für Modellierungen mit hohen Genauigkeitsansprüchen weiterverwendet werden.
Die gewonnenen Datensätze können zudem für touristische Zwecke verwendet werden. Mit der Software Cyclone (Leica Geosystems) kann man sich beispielsweise frei in der 3D-Punktwolke bewegen und in kurzer Zeit virtuelle 3D-Rundflüge auf frei definierbaren Pfaden erstellen.
Die Genauigkeit der Objektpunkte im übergeordneten Koordinatensystem ist abhängig von der Genauigkeit des eingesetzten Laserscanners und der tachymetrischen Messungen. Im vorliegenden Projekt lagen die mittl. Abweichungen zwischen den georeferenzierten Passpunkten und den registrierten Zielpunktmarken bei 11 mm. Die Abweichungen zwischen den registrierten relativen Verknüpfungspunkten in zwei Scans waren im Mittel 13 mm groß. Daraus lässt sich schließen, dass die Objektkoordinaten im Nahbereich eines Scannerstandpunktes max. Abweichungen von 1-2 cm haben und im ungünstigsten Fall (am oberen Ende der Türme, bei ungünstigen Auftreffwinkeln und großen Entfernungen zum Scannerstandpunkt) einige cm erreichen können. Alle genannten Genauigkeiten gelten aufgrund der Registrierung über die oben genannte Bündelblockausgleichung für alle Objektpunkte des Bauwerkes im übergeordneten Koordinatensystem.
Bild 7: Photo (links) und verknüpfte Laserscanneraufnahmen als Intensitätsbild (rechts) am Unterhaupt des Schiffshebewerkes Scharnebeck
Bild 8: Das Schiffshebewerk Scharnebeck als registrierte 3D-Laserscannerpunktwolke