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Baubegleitende Vermessung

Zu den baubegleitenden Vermessungen zählen sämtliche untertägigen geodätischen Messungen und deren Auswertungen. Hierzu gehörten neben den täglichen frei stationierten Routinemessungen zur Positionierung und Überprüfung der Richtlaser auch Stationskontrollen und Messungen zur Stabilisierung und Fortführung des untertägigen Referenznetzes. Unter Verwendung des zugehörigen Reflektorsystems für die Deformationsmessungen kann die Baustellenvermessung auch die regelmäßig anfallenden Hauptkontrollen zur Aktualisierung des Tunnelpolygons und Abstützung der Vortriebsrichtung ausführen.
In den meisten Fällen werden vom Auftraggeber unabhängige Hauptkontrollmessungen gefordert und auch vom Auftragnehmer unterstützt. Hierbei sollten bewusst andere Instrumentarien und Softwareprodukte zum Einsatz kommen.

Vortriebssteuerung
Vor dem Hintergrund größtmöglicher Profilgenauigkeit sowohl in der Ausbruchs- als auch in der Außenschalengeometrie (Spritzbeton) können in den Vortrieben sowohl konventionelle Richtlaser als auch automatische Motorlasersysteme zur Anzeige der Ausbruchslinie installiert werden. Beide Systeme stehen hierbei für den positionsbestimmenden Prozess und das manuelle Stellen der Ausbaubögen zur Verfügung.

Profilmessungen
Querprofilaufnahmen gehören zu den täglichen Routinemessungen bei Vortrieben nach der Spritzbetonbauweise. Durch die ständigen Kontrollen kann bei festgestellten Unter- bzw. Überprofilen schnell reagiert und in vielen Fällen ein größerer Schaden durch Maßnahmen begrenzt werden. Im Intervall der Abschlagslängen werden in den Vortriebsbereichen sowohl die Ausbaubögen als auch die zweite Spritzbetonlage mit geodätischer Messung kontrolliert und über geeignete Software dokumentiert. Bei diesem Standardverfahren wird ein Reflektor im Zentrum einer fest definierten Abstandsscheibe entlang der Spritzbetonschale geführt und durch polare Messung trigonometrisch bestimmt. Durch Umformung auf Trasse und Gradiente kann eine verläßliche Aussage zum verbleibenden Über- bzw. Unterprofil bezogen auf die jeweilige Sollgeometrie erzielt werden. Diese konventionelle Methode hat den Vorteil der schnellen Verfügbarkeit der Ergebnisse, jedoch den Nachteil einer nur punktuellen Kontrolle in grober Rasterung (Stichprobe).


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