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Planung der Vermessungsleistungen

Bei der Vorbereitung einer neuen oder der Rekonstruktion einer bestehenden Stauanlage sind die vermessungstechnischen Leistungen in enger Zusammenarbeit mit dem Planer der bautechnischen Maßnahmen umfassend und möglichst frühzeitig abzustimmen. So können bereits bei der Anlage des Baulage- und Bauhöhennetzes günstig angeordnete Anschluss- oder Festpunkte für die späteren Messungen, insbesondere auch für die sich über viele Jahre wiederholenden Bauwerksüberwachungsmessungen mit geschaffen werden. Gleichzeitig muss durch entsprechende Festlegungen der Zugang zu den Messeinrichtungen und Festpunkten sowie die Messfreiheit unter Beachtung der Belange der Arbeitssicherheit gewährleistet werden.
bautechnische Angaben zu allen beim Gesamtvorhaben vorgesehenen Einzelvorhaben, für die Vermessungsarbeiten zu erbringen sind,
Hinweise und Ergebnisse der Baugrunduntersuchung und geologischer Gutachten,
Genauigkeitsforderungen für Absteckungen und Baukontrollmessungen (Messprogramm nach DIN 18710-3),
Angaben über vorgesehene Bauwerksüberwachungsmessungen (Messprogramm nach DIN 18710-4),
Hinweise auf zu beachtende Normen, Vorschriften und Richtlinien,
Hinweise zur Abgrenzung der messtechnischen Tätigkeit zwischen dem Bauunternehmer und dem Vermessungsbüro.

Als Baulagenetz ist ein lokales Netz zu schaffen, dessen Koordinatennullpunkt und die Netzorientierung in Zusammenarbeit mit dem Bauherrn frei gewählt und festgelegt wird. Ein Beispiel zeigt Bild 1. Es wird empfohlen, unanhängig vom lokalen Koordinatennetz, die wichtigsten Festpunkte an das amtliche Lagenetz der Landesvermessung anzuschließen.





Bild 1: Beispiel für die Festlegung des Koordinatensystems.

Das Bauhöhennetz ist an das amtliche Landeshöhennetz anzuschließen. Für die Überwachungsmessungen wird meist ein Festpunkt oder einer Gruppe von Festpunkten als Bezugshorizont festgelegt.

Die Festpunkte im Bereich eines Absperrbauwerkes sind im Hinblick auf die folgenden Absteckungen, Baukontrollmessungen und Bauwerksüberwachungsmessungen, die mit hoher Genauigkeit auszuführen sind, besonders sorgfältig zu erkunden und entsprechend zu vermarken. Es ist zweckmäßig im Hinblick auf die Folgemessungen, die Hauptachse eines Absperrbauwerkes unter Beachtung der zukünftigen Baustelleneinrichtung außerhalb der zu erwartenden Baugrube und außerhalb des von der Talsperre beeinflussten Bereiches durch mindestens zwei thermisch isolierte Doppelrohr-Messpfeiler mit Zwangszentriervorrichtung zu vermarken.



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